Welches RISIKO sollten KAPITLANLEGER beobachten?

 

Das Risiko beim Erwerb der Kapitalanlage, zur Finanzierung, während der Verwaltung oder bei Veräußerung?

Un- oder systematisches Risiko? 

 

Oder entspricht Risiko generisch nur der Rendite-Volatilität?

Feststellung der Risikoneigung des Kapitalanlegers

 

Mit der Erzielung von Renditen tritt für den Investor unweigerlich die Frage nach Risiko auf. Hierbei ist zu unterscheiden in (1) messbares Risiko zur Rendite (Volatilität), dessen Ursache aber zu hinterfragen ist, oder (2) Risiken, die die Rendite zu erzielen nachteilig beeinflussen.

 

Die Verlaufsentwicklung der Rendite feststellenden Kennzahl 'Future Yield after Taxes (FYT)' zeigt indirekt auf, welche Risikoneigung der Kapitalanleger hat. Wenn er beispielsweise zeitnahe Kapitalrückflüsse in den ersten Jahren nach erfolgter Investition erhofft, dann muss die Kapitalanlage diese Rückflüsse erwirtschaften können, was einem relativ hohen Risiko unterliegen kann.

 

Kurzer Rückblick: die Rendite des Kapitalanlegers wird von Rückflüssen (RoC) aus Gewinnen, steuerlichen Ergebnissen und Liquidationsüberschüssen im Verhältnis zum eingesetzen Kapital erzielt.

 

Die folgenden Abbildungen führen auf Basis exemplarischer Rückflusserwartungen des Kapitalanlegers risikoaverse, risikofreudige und risikoindifferente Anlageneigungen auf, die sich in Renditeverläufen zeigen; dargestellt sind die Renditeentwicklungen über die Zeit:

 

 

 

 

Mit der Angabe von beispielsweise drei Kapitalrückflusserwartungen nach drei, sechs und neun Jahren zu einer angenommenen Anlagelaufzeit von zehn Jahren (vgl. § 23 EStG zur Spekulationsfrist bei Immobilien) setzt der Kapitalanleger individuelle Punkte zur Feststellung der diskreten FYT-Ergebnisse (blaue Punkte). Auf Basis der nicht-linearen Regression kann der Renditeverlauf (in kontinuierlicher grüner Linienform) zut einer Funktion geschätzt werden.

 

Steigt gemäß Abbildung 2 die Rendite in den ersten Jahren rapide an (was sich in einer hoch ausfallenden Steigungsvariable der Renditefunktion zeigt), und neigt sich die geschätzte Renditekurve flach nach rechts (was die Neigungsvariable der FYT-Funktion beeinflusst), dann könnte das indirekt für risikofreudiges Anlageverhalten sprechen. Denn hohe Rückflüsse setzen die Erwirtschaftbarkeit auf Produktebene voraus, was wiederum mit erhöhten Risiken verbunden sein kann.

 

Mit dieser Darstellung werden - mit Bedacht auf Metaebene des Anlegers - ausschließlich generische Risiken zur Erzielung der Rendite beleuchtet, und nicht direkte Risikoeinfluss-faktoren auf Produktebene, wie z. B. zur Immobilie, Fonds oder Projektierungen, etc.

 

 


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